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Richtig gekleidet für die Kälte

Das Mehrschichtprinzip. Die richtige Art, sich gegen die Kälte zu wappnen. Drei bis vier Kleidungsschichten schützen optimal vor Kälte, Wind, Schnee und Regen und sind die schnellste, unkomplizierteste Art, Deine Körpertemperatur in der Wildnis zu regulieren.

 

Als Teilnehmer bei Fjällräven Polar wirst Du mit allem ausgestattet, was dafür nötig ist. In dem unten stehenden Artikel kannst Du mehr über das Mehrschichtprinzip erfahren und lernen, warum es so effektiv ist.

Die Basisschicht

Die Basisschicht, oder Innenschicht, dient dazu, Schweiß von der Haut abzutransportieren, um Dich warm und trocken zu halten. Wolle und ihre synthetischen Alternativen sind hierfür die perfekte Wahl. Baumwolle ist ein absolutes No-Go, wenn es um Basisschichten und Unterwäsche geht.

Die Mittelschicht

Der Zweck der Mittelschicht ist es, die Feuchtigkeit aus der Basisschicht zu absorbieren und den Körper zu isolieren. Wenn es richtig kalt ist, oder Du Dich nicht viel bewegst, werden zwei Mittelschichten oder eine dickere Schicht benötigt. Wolle und Synthetik sind auch hier die optimale Wahl.

Die Außenschicht

Diese Schicht sollte durch Reißverschlüsse und Schlitze individuell anpassbar sein, um die Wärme zu kontrollieren und das Schwitzen zu minimieren. Ihre Aufgabe ist es, Wind und Wasser abzuwehren, die Kälte draußen, und die Wärme drinnen zu halten. Sie wirkt mit den anderen Schichten zusammen, indem sie überschüssige Feuchtigkeit freigibt. Dabei sollte sie empfindliche Bereiche wie Kopf, Hals, Handgelenke, Taille und Knöchel schützen.

Die Verstärkungsschicht

Die Verstärkungsschicht ist für die Momente gedacht, in denen Du weniger aktiv bist, speziell für morgens und abends, wenn Du Dich nicht auf dem Schlitten befindest. Diese Schicht muss groß genug sein, um über den anderen Kleidungsschichten getragen zu werden, sollte sich aber platzsparend im Rucksack verstauen lassen, sodass Du sie jederzeit herausziehen kannst, wenn es nötig wird. Hierfür sind Kleidungsstücke aus Daunen ideal.

Mützen

Die meiste Hitze wird über den Kopf abgegeben, darum ist eine Mütze in der Arktis unverzichtbar. Und wenn es richtig kalt wird, benötigst Du eine Kombination aus Mütze und Sturmhaube. Packe zusätzliche Mützen ein, sodass Du sie zur Hand hast, wenn Du Dein Aktivitätsniveau änderst.

Handschuhe Das oben beschriebene Mehrschichtenprinzip empfiehlt sich auch für Handschuhe. Und denke immer daran, Deine Handschuhe trocken zu halten. Nasse Handschuhe bedeuten kalte Hände.
  • Basisschicht

    Dünne Fünffingerhandschuhe mit Futter.

  • Mittelschicht/Außenschicht

    Fünffinger-Arbeitshandschuhe mit herausnehmbarem Wollfutter.

  • Verstärkungsschicht

    Große Fäustlinge, ebenfalls mit herausnehmbarem Wollfutter, die Deine Handgelenke bedecken.

  • Und nicht vergessen

    Fasse Metall niemals mit den bloßen Händen an. Verwende zum Schutz immer gefütterte Handschuhe.

Schuhe

Dicke Sohlen an Innen- und Außenseite des Schuhs sind unverzichtbar. Woll-, Filz- oder Stricksohlen sind auch unter hohem Druck extrem formstabil und isolieren großartig.

 

Stelle sicher, dass Deine Schuhe die richtige Größe haben. Auch mit dicken Socken an den Füßen solltest Du in der Lage sein, mit den Zehen zu wackeln. Dies bedeutet, dass sie ein oder zwei Größen größer sein sollten, als Deine gewöhnlichen Schuhe.

Socken

Deine Socken sind genauso wichtig wie Deine Schuhe. Wir empfehlen Socken aus Wolle oder Synthetik. Packe mehrere Paar ein, um sie im Lauf des Tages wechseln zu können. Du kannst das Paar, das Du gerade nicht verwendest, innen an Dein Shell-Kleidungsstück hängen, um es zu trocknen. Das hört sich erst einmal befremdlich an, kann aber nach mehreren Tagen in der Wildnis den entscheidenden Unterschied machen.

 

Verwende niemals Baumwollsocken. Diese binden Feuchtigkeit und trocknen sehr langsam, was die Temperatur Deiner Füße absinken lässt.

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